

„Le goût
étranger spielen nicht nur
für
Gärtner.
Was heutigen Natur-Aposteln Wollsocken und
Birkenstocks, das waren den Adligen des 18. Jahrhunderts Schlapphut und
Cape. Mit Begeisterung frönte man am französischen
Hof der „Schäferromantik“ und
amüsierte sich zu den
Klängen der Champêtre-Musik. Diez Eichler
weiß auch um den Einfluss der Volksmusik auf die
Kompositionen der Barock-Zeit. Der Cembalist führte jetzt im
Frankfurter Goethe-Museum sachkundig durch ein Konzert, das einen
weiten Bogen schlug von den im Gartenhof mit Musette (dem
französischen Dudelsack) und Drehleier gespielten
Tänzen bis zum ausgefeilten Quartett mit
Traversflöte, Barockvioline, Viola da Gamba und Basso
Continuo, das stilecht im Seekatz-Saal erklang. Nicht nur den
Dudelsack, auch seinen Namen hat sich das Frankfurter Barock-Ensemble
aus Frankreich geliehen. Le goût étranger (der
fremde Geschmack) wurde dort im 18. Jahrhundert zum Stilbegriff, meinte
vor allem den Einfluss Italiens, aber auch den
„teutschen“ Stil der
Nachbarn jenseits des Rheins: Telemann, Biber und Schütz.
Deren Musik nun gewiss nicht nach Schäferromantik klingt, aber
dafür glänzt durch Ideenreichtum und formale Strenge,
Qualitäten, die auch die französischen Kollegen
beeindruckten. Louis-Gabriel Guillemain etwa, dessen Sonate en Quatuor
sich orientierte an Telemanns Quartettmusik.
Altväterliches,
Höfisches
Wie schlüssig und einfallsreich Telemann in seinen
späten Jahren komponierte, das zeigte ein furioses Allegro aus
einem von seinen Pariser Quartetten. Mit virtuos gespieltem Basso
continuo erklang Altväterliches von Karl Friedrich Abel,
Höfisch-Verspieltes von Claude-Bénigne Balbastre,
erklangen aber auch hochvirtuose Sonaten von Pietro Antonio Locatelli
und Jean-Joseph Cassanea de Mondonville.
Mit Verve und musikantischem Spielgefühl interpretierte Katrin
Ebert die Sonate de Mondonvilles, warm und elegant klingt die
Traversflöte von Ite Sonder in der Komposition Locatellis. Das
harmonische Gerüst für Flöte und Geige
lieferten der dunkle, sonore Ton von Roswitha Bruggaiers Gambe und Diez
Eichlers quirlige Finger auf dem Ruckers-Cembalo. Weit offen standen
die Türen im Gartensaal des Goethe-Museums, ließen
den Sommerwind herein, aber leider auch die Unrast der
Stadt.“
(Frankfurter Rundschau, 18.7.2005)

„Kammermusik
vom Feinsten verspricht die neue Konzert reihe
„Vielsaitig“ im Renaissancesaal des Friedrichbades.
Das Barockensemble
„Le Goût Étranger“
eröffnete die Reihe
mit barocker Kammermusik unter dem Motto „Les
Nations“. Es sollte ein
Versuch sein, musikalisch zu demonstrieren, welchen
Einfluß beispielsweise die „Pariser
Quartette“ Georg Philipp
Telemanns auf die
Werke seiner Zeitgenossen in Frankreich, die mehr das höfisch
Tänzerische pflegten und auf die Werke der italienischen
Komponisten, die sich mehr dem gesanglichen Stil widmeten, gehabt haben
könnte. Zum Auftakt erklang wegweisend für das
Abendprogramm das vierte der „Pariser Quartette“
h-moll. Das Publikum
erlebte einen reizvollen Dialog zwischen Flöte und Violine
oder Viola, virtuos und ausdrucksstark dargeboten, was besonders bei
dem Satz „Triste“ deutlich wurde in einem
gemeinsamen Wehklagen und
Schluchzen. Diez Eichler moderierte das Programm und ließ
die Zuhörer teilhaben auf der Suche nach dem vermischten
barocken Stil. Die Sonata terza e-moll von Michel Blavet für
Traversflöte und B.c. war keine Tanz-Suite mehr, sondern zwei
schnelle Sonatensätze schlossen
ein getragenes Largo poco andante ein. Blavets Komposition brachte den
betörend warmen Klang der Traversflöte, von Ite
Sonder mit vollem runden Ton zum
B.c. gespielt, sehr schön zur Geltung. Der erste Teil des
Konzertes klang aus mit
der Sonata XIIa aus „Dissertazioni sopra l'opera quinta del
Corelli“,
einer Bearbeitung
von Corellis „La Follia“ op.5 für Violine
und B.c. von
Francesco
Maria Veracini. Die Variationen um das bekannte schlichte Corelli-Thema
ist von
großer Lebendigkeit, kraftvoller Aussage und
Erfindungsreichtum. Katrin Ebert
konnte ihr virtuoses Spielvermögen voll ausmusizieren und sich
auf die
sehr gut mitziehenden Partner (B.c., Violoncello und Cembalo)
verlassen. Ein italienisches Zwischenspiel gab das Ensemble mit der
Sonata D-Dur
für Traversflöte, Violine und B.c., bei dem die
Traversflöte besonders ein hinreißendes Cantabile
über den anderen Instrumenten
zauberte. Antoine Forqueray war ein berühmter Gambenspieler
seiner Zeit.
Hätte nicht sein Sohn, ebenfalls ein Gambenspieler, einige
Werke seines
Vaters aufgeschrieben, wäre der Nachwelt nichts erhalten
geblieben,
erläuterte Diez Eichler. Die Franzosen liebten zudem in jener
Zeit besonders die tiefen
Töne der Viola da gamba, weshalb man ihr eine siebente Saite
zufügte. Mit „La
Laborde“ für Viola da gamba und B.c. von Forqueray
hatte
Roswitha Bruggaier Gelegenheit,
ihre brillante Virtuosität auf dem historischen
Streichinstrument
zu demonstrieren, es wurde eine berauschende Sinfonie der tiefen
Töne. Louis-Gabriel Guillemain spreche eine ähnliche
musikalische
Sprache wie Georg Philipp Telemann in seinen „Pariser
Quartetten“
meinte Eichler, daher
rundete das Ensemble sein Konzert mit der Sonate en Quatuor Nr.6 a-moll
für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und B.c.
von Guillemain
ab und bot dem Publikum noch einmal ein exaktes, harmonisches
Zusammenmusizieren, wie ein
Gespräch von vier lebhaften Stimmen. Als Zugabe erklang ein
effektvoller Satz aus
Telemanns „Pariser Quartetten“, erneut
glänzte Diez Eichler am
Cembalo
als bravouröser,sicherer Fels im musikalischen
Geschehen.“
(Badener Tagblatt 8.7.2003)
„[...] Musik, wie sie in dieser Qualität wohl selten
zu
hören ist. Stilsicher und mit beeindruckender Transparenz
interpretierten das Vokalensemble
Alta Musica unter Leitung von Edmund Brownless, das Consort Franckfort
und das Ensemble Le Goût Étranger in der
Heiliggeistkirche Werke
jüdischer Komponisten und von jüdischen Melodien
Inspiriertes aus Renaissance, Barock,
Romantik und Moderne.“
(Frankfurter Rundschau Ju
(Frankfurter Rundschau Juli 2003)

„Guter fremder Geschmack -
Konzert im
Holzhausenschlößchen.
Johann Sebastian Bach konnte es nicht nur bei seinen eigenen
Söhnen hören, sondern auch den Partituren anderer,
ausländischer Komponisten
entnehmen, daß mit ihm die Epoche des Generalbasses
überlebt war. Schon zu
Beginn seiner Leipziger Zeit, seit 1723, breitete sich neben dem
Barockstil eine
empfindsamere, abwechslungsfreudigere Musik aus, die unter anderem in
den
Bürgerhäusern von Paris gepflegt wurde und in der
zweiten Hälfte des 18.
Jahrhunderts ihre Blüte hatte. Dieser
„goût
étranger“, der seinerzeit
zunächst als fremder Geschmack empfunden wurde, war
Namensgeber für die Instrumentalgruppe
mit Ite Sonder (Traversflöte), Katrin Ebert (Barockvioline),
Roswitha
Bruggaier (Viola da gamba und Barockvioloncello), Anja Enderle
(Barockvioloncello) und Diez
Eichler (Cembalo), die im Frankfurter
Holzhausenschlößchen
Werke überwiegend französischer Komponisten mit viel
Gefühl und Gestaltungsfreude spielten.
Das Konzert stellte Werke von Telemann, Mondonville, Boismortier und
Corrette vor. Eichler, der das Programm mit informativen Kommentaren
versah, demonstrierte den „goût
étranger“ an der
Chaconne
F-Dur aus den „Pièces de Clavecin“ von
Jacques Duphly mit
technisch eindrucksvollem Spiel und vorbildlichem, im Tempo der beiden
Hände variablem „jeu
inégal“.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung 16.5.2002)
„Ein Muster Telemann'scher Stil-Melange.
Ensemble „Le Goût Étranger“
führte in
Urphar durch musikalischen Blumengarten.
Zu einem tiefsinnigen, aber doch nicht gedankenüberladenen
musikalischen Spaziergang lockte am Sonntagabend das Ensemble
„Le
Goût
Étranger“ in die Urpharer Jakobskirche. In einen
barocken
„Hortus Musicus“, einen Blumengarten
der Musik, führte das Frankfurter Ensemble und zeigte dabei
vor
allem eines: Gleichmaß, barocke Sinnenhaftigkeit, pralle
Symbolkraft
machte diese Epoche aus - ließ aber gleichzeitig die
verschiedensten musikalischen Blumen
nebeneinander existieren.
Ohne allerdings, daß diese nicht in einen Wettstreit um die
schönsten, reinsten, strahlkräftigsten
Blüten getreten
wären: Natürlich behaupteten die
französischen Komponisten ihren Platz an der Sonne ebenso wie
die damit konkurrierenden italienischen. Und daß der direkte
musikalische Gartennachbar offenbar einen „goût
étranger“, einen „fremdartigen
Geschmack“ habe, war im 17. und 18. Jahrhundert genauso
geringschätzig gemeint, wie es sich heute
immer noch anhört.
Schön, daß in einem europäischen
Musik-Wettstreit um den „wahren Geschmack“ der
deutsche Beitrag einmal
der eigenen „geopolitischen Lage“
völlig gerecht wurde. Als Weltkind in der Mitten schlug man
sich nicht ostentativ auf
eine der beiden Seiten - sondern griff vermittelnd ein in den
barockmusikalischen Rosenkrieg. Georg Philipp Telemann etwa
führte in seiner
„Sonate g-Moll für Violine, Viola da gamba und Basso
Continuo“
einfach beide Pole zusammen
und bezog daraus die musiktheoretische und -praktische Spannung seiner
Sonate:
Satzart italienisch, Besetzung französisch, Komponist deutsch.
Vom „vermischten“, vom „deutschen
Geschmack“ ging darob in Europa die
Kunde - und das war kein Schimpfwort der Verwässerung. Das
Ensemble
„Le Goût Étranger“
ließ dies am Sonntag
in der wunderschönen Jakobskirche noch einmal sinnlich
spürbar werden. Etwa bei Telemanns erwähnter
„Sonate
g-Moll“, vor allem aber später bei dessen
„Quartett Nr.3,
G-Dur, für
Traversflöte, Viola da gamba und Basso Continuo“.
Hier gab das
Ensemble geradezu ein musikalisches
Muster der Telemann'schen Melange aus französischem und
italienischem
Nationalstil.
Ein barocker Rundgang
im konzertierenden Dialog der Soloinstrumente - der in stilistischer
Hinsicht sicherlich eher italienischer Provenienz ist - aber eben auch
in
der harmonisierenden Gesamtschau der Satzfolgen bewies „Le
Goût
Étranger“ hier, wie sehr das Ensemble in der Lage
ist, das
Ineins der Nationalstile musikalisch
und musiktheoretisch nachzuvollziehen. Daß sie auch die
abrupten
Gefälle des dritten Quartetts, die witzigen Valeurs, die
bunten Blumen dieses
Telemann'schen Barockgartens zu zeigen, zu beschreiben
wußten, machte gerade
dieses Stück zum barocken Rundgang.
Wobei das Ensemble schon bei Händels „Sonate
h-moll“ zu Beginn
seine Ausdruckskraft und Modulationsfähigkeit unter Beweis
gestellt
hatte: Schon im Kopfsatz mit den vom Basso continuo einfühlsam
abgestimmten
Achtelbewegungen, später auch in den schwierigen homophonen
Passagen des dritten Satzes und
insgesamt im ausgewogenen Wettstreit der Oberstimmen wurde
Händels virtuose
Triosonate gerade auf ihre kantablen Themen sehr schön
abgehört.
Die „Sonata 2, G-Dur, für Traversflöte und
Basso
continuo“ [sic! Wohl ein Druckfehler: es handelt sich
eigentlich um die
Suite Nr. 3 in C-Dur
für Cembalo solo] des zu Unrecht in Vergessenheit geratenen
Bach-Vorbildes Johann
Adam Reinckens und die „Sonata 2, G-Dur, für
Traversflöte
und Basso continuo“ des praktizierenden Musikkritikers Johann
Mattheson
rundete das Programm
würdig ab. Von Mattheson [sic! Eigentlich von Reincken] stammt
im Übrigen
auch das titelgebende Wort vom „Hortus Musicus“.
Wahrlich ein Garten,
der
für viele Blumen Platz hat.“
(Olaf Przybilla)

„Begeistert applaudierte das Publikum dem Barockensemble
„Le
Goût Étranger“ (Frankfurt) in der
Werkstatt der
Firma Otto Heuss - Orgelteile. Das
Konzert bildete den gelungenen Auftakt zu der Reihe „Cultur
im Contor“,
die vom Förderkreis der Licher Musikschule verantstaltet wird,
und
für die heimische Firmen Sonntagmorgens ihre
Werkstätten öffnen.
Neben dem ungewohnten, jedoch äußerst interessanten
Ambiente (um 12 Uhr gab es eine kurze Unterbrechung, weil die
Pausenglocke wie jeden Tag zur
„Mahlzeit“ rief), beeindruckte beim Auftaktkonzert
vor allem die
besondere
„Nähe“ zu den Musikern. In Lich stellten
die drei
sympathischen Musiker verspielt-verträumte, aber
auch fremdartig anmutende
Stücke von Joseph Bodin de Boismortier, Marin Marais, Michel
Corrette, Nicolas Chèdeville und Louis
de Caix d'Hérvelois vor. Der Parole
„Zurück zur
Natur“ von Jean-Jacques Rousseau
folgend, stand die Sehnsucht nach dem einfachen ländlichen
Leben damals beim Adel
hoch im Kurs und fand in der auf einfachen, bäuerlichen
Instrumenten
gespielten „Schäfermusik“ ihren
musikalischen Ausdruck.
Freilich erfuhren
die Instrumente wie Drehleier (Vielle) oder Dudelsack (Musette) durch
Umbauten noch einige
Verfeinerungen, die von Diez Eichler anschaulich erläutert
wurden, ehe das
Ensemble das Publikum zu einer traumhaften Reise in die Zeit des Barock
entführte.“
(Licher Wochenblatt 5.10.2000)
„Barocke Schäfermusik
durchzog Werkstatthalle.
„Le Goût Étranger“ gastierte
bei Licher Firma
Heuss.
„Das war wundervoll!“ - „Ein
schöner Vormittag!“ -
Solche begeisterten Stimmen konnte man gestern nach dem Konzert des
Frankfurter
Barockensembles Le Goût Étranger (Der fremde
Geschmack) in der Werkstatt der Licher Firma Otto Heuss - Orgelteile
aufschnappen. Das gelungene Auftaktkonzert in der Reihe
„Cultur im Contor“ stimmte die Initiatoren
zuversichtlich: Ein Konzert
in der
Umgebung einer Werkstatt hat eben doch eine besondere Note, und so
fanden sich -
trotz begonnener Herbstferien - erfreulich viele Zuhörer ein.
Und
die bekamen mit französischer Schäfermusik etwas
geboten, was nicht
alle Tage zu hören ist. [...]
Mit Engagement und Feingefühl nahmen die sympathischen Musiker
ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise in die
französische
Barockzeit, wobei die Nähe zum Publikum von besonderer
Intensität war.“
(Gießener Anzeiger 2.10.2000)

„Einen erhabenen und stärkenden Gegenpol zum Trubel
des
Altstadt-Kulturfestes schuf am Sonntag abend Le Goût
Étranger in der
Nikolaikirche mit Musik vergangener Zeiten. Mit Sonaten von Couperin,
Marais, Kühnel,
Bach, Telemann und Fischer hatten sie ein festliches Barockprogramm
zusammengestellt.“
(Waldeckische Landeszeitung 6.7.1999)
„Präzises Zusammenspiel.
Der Verein „Les Beaux Arts“ lud zu einem Konzert
mit dem Ensemble „Le
Goût Étranger“ in die Deutsche
Bibliothek.
„Le Goût Étranger“, das ist
zum einen der
„ausländische Geschmack“ - und dem
trägt das so
benannte Barockensemble aus mancher Perspektive
Rechnung: Französischer, italienischer, deutscher und
englischer
Nationalstil erklangen beim Konzert in der Deutschen Bibliothek. Es ist
aber auch der
„sonderbare“ Geschmack,- und der bezieht sich bei
den Musikern auf ihre
außergewöhnliche Besetzung, bei diesem Konzert mit
gleich drei Gamben. [...] Veranstaltet wurde der Abend von der
Fördergesellschaft „Les
Beaux Arts“: der Verein hat sich der Idee des Salons
verschrieben, und
so gab es denn
auch nach dem Konzert im Festsaal der Deutschen Bibliothek Gelegenheit,
sich untereinander und mit den Musikern über das
Gehörte
auszutauschen.“
(Frankfurter Rundschau 25.3.1999)
„Im
Schloß Musik aus dem barocken Paris.
„Zwischen Schäfermusik und Hofetikette“
hieß das
Programm der VHS-Reihe „Podium junger
Künstler“ auf
Schloß Friedrichstein.
Das Frankfurter Ensemble „Le Goût
Étranger“
spielte Musik aus dem barocken
Paris, für die der prächtige Barocksaal des
Altwildunger Schlosses einen passenden Rahmen bot.
Mit einem typisch höfischen Werk „La
Pucelle“, einer Sonate in
e-moll von François Couperin, stellten sich die
Ensemble-Mitglieder den
Zuhörern vor. Die vier Instrumentalisten boten ein sensibles
und
transparent ausbalanciertes Zusammenspiel, das die Zuhörer
bewunderten und
genossen. So auch in den Werken des französischen Viola da
gamba-Virtuosen Marin
Marais. Da ließ das Ensemble in „La Sonnerie du Ste
Geneviève du Mont a Paris“
die Kirchenglocken läuten, tönen und klingen.
Die Musiker demonstrierten hochkarätige Interpretationskultur
und musikalische Präzision. Die Bekanntschaft mit selten zu
hörenden Werken machte einen großen teil des Reizes
dieses Schloßkonzerts aus,
hinzu kam das technisch hervorragende Spiel und rundum gelungene
gemeinsame
wunderschöne Tonsprache der Instrumente. Nach der Pause war
ein gelungenes „Barock-Schmankerl“ zu
hören, ein
„Schäferstündchen“ mit Musik der
Landsleute und
Bauern.
Vier Sätze aus „Amusement Champetre“ von
Nicolas
Chèdeville erklangen auf der Vielle - einer barocken
Drehleiter [sic!] - und der Musette,
einem höfisch-barocken Dudelsack.
Nach einer kurzen Erklärung dieser alten Instrumente erlebten
die Zuhörer Musik, die - wenn auch exotisch für
unsere Ohren - einen besonderen Reiz ausstrahlte, musikalisch barocken
Charme. Zum Abschluß des gelungenen Barockkonzerts spielte
das
Ensemble „Le Goût Étranger“
ein Werk des deutschen
Komponisten Georg Philipp
Telemann, das 1738 in Paris entstanden ist. Vier Sätze aus dem
berühmten
„Pariser Quartett“ rundeten den guten Eindruck ab,
den die Besucher von
diesem rundum gelungenen
Konzert mit nach Hause nahmen und für das sie die Musiker mit
langem, begeisterten Beifall belohnten.“
(Waldeckische Landeszeitung 5.3.1999)
